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OMAR & THE HOWLERS
Bamboozled - Live in Germany

Gesamtzeit 74:00, 15 Titel, 2006, Ruf Records RUF 1115

Omar & the Howlers - Bamboozled - Live in GermanyIn letzter Zeit häufen sich die CDs, bei denen die Interpreten eigentlich von vornherein nicht mit der ungeteilten Sympathie des Verfassers rechnen können, die aber letztendlich aufgrund Ihres Inhalts im Einzelfall Gefallen finden. So ist das auch mit Omar & The Howlers.

Bei Studioproduktionen fühlt sich der Verfasser von Omar's, vorsichtig gesagt, "howlin-wolf-ähnlicher" Stimme bisweilen arg abgenervt. (Versucht einmal, einem eingefleischten Howlin’ Wolf-Fan so etwas als originell zu "verkaufen"!) Auch hinsichtlich Omar’s gitarristischer Fähigkeiten hält sich die Begeisterung des Verfassers in sehr engen Grenzen, um das vorsichtig zu formulieren.

Auf einem anderen Blatt stehen Omar’s Fähigkeiten auf der Bühne. Der Mann ist eine "Bühnensau" und genau DAS kommt auf dieser Live-CD eindeutig "rüber". In diesem Zusammenhang können sich auch Thomas Ruf als Produzent, Karl Schüller am (Aufnahme-) Mischpult und die Leute im Winterland Studio in New Hope, MN (USA) auf die Schulter klopfen, dass die Angelegenheit auch relativ gut und überzeugend auf die CD gebannt wurde. Ich möchte da nicht falsch verstanden werden – richtig "Hi-Fi" klingt etwas anders und es gibt interessantere Musiker bzw. Songs!

Aber EINS ist genauso klar: Der Boogie-Faktor stimmt! Das heißt : diese CD spricht entschieden "niedrige Instinkte" an und führt nach relativ kurzer Zeit dazu, dass sich der eine oder andere Fuß verselbstständigt und Auf- und Ab-Bewegungen durchführt, die wir doch eigentlich nicht machen wollten. ;-) Gelegentlich hat man auch Anwandlungen, die gemeinhin als "Schunkeln" bezeichnet werden -und das ohne Einnahme von Alkohol und anderen Drogen! In genau diesem Zusammenhang nervt Omar’s Stimme schon deutlich weniger und auch sein Gitarrenspiel kann deutlich besser gefallen, zumal er das Ganze mit einem ziemlichen Mördersound zu Gehör bringt. Wohlgemerkt: es ist nicht alles Boogie & Shuffle auf dieser CD, - im Gegenteil!

Dykes vermeidet es klugerweise, hier nur in EINE Kerbe zu hauen und eine Art "Endlos-Boogie-Schleife" durchzuziehen.
Und so kommen auch langsamere Tempi und differenziertere Rhythmen erfolgreich zum Einsatz ohne den Zuhörer zu überfordern. Es versteht sich dabei fast von selbst, dass das Ganze von einer ziemlich sattelfesten, --"groove-sicheren" , wie man heute sagt,-- Rhythmusgruppe den notwendigen Schub erhält. Und auch das Kompositorische kann überzeugen. Außer einem Jerry McCain-Titel stammen alle Titel aus der Feder von Kent "Omar" Dykes selbst. (Die Auswahl kann man durchaus mehr oder weniger als eine Art „Best Of“ seiner Studioplatten betrachten, -- ältere Songs eingeschlossen).
Fazit also: Wenn "12-Takter" und "live" , dann schon eher SO!

"Dicke" empfohlen nicht nur für die Leute, die dem motorisierten Zweirad frönen, sondern auch für die, die allgemein Blues mit "Boogie-Faktor" und etwas "Dreck" schätzen, sofern sie sich nicht an Live-Aufnahmen generell stören und nur "Gitarrengötter" für hörenswert halten.

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Shake For Me (2:22)
Mississippi Hoodoo Man (5:16)
Bamboozled (5:00)
East Side Blues (6:04)
Magic Man (6:00)
South Congress Blues (5:56)
Boogie Man (4:31)
Muddy Springs Road (4:55)
That’s Just My Life (3:49)
Snake Oil Doctor (6.10)
Bad Seed (3:05)
Wall Of Pride (3:12)
Hard Times In The Land Of Plenty (4:16)
Monkey Land (6:56)
Rock’ Roll Ball (6:31) Jerry “Boogie” McCain

All songs written by Kent “Omar” Dykes except 15.



   
     

Kent "Omar" Dykes - Vocals, Guitar
Barry Bihm - Bass
Jon Hahn - Drums


   

Erhältlich ist das Album im gutsortierten Fachhandel (Vertrieb über InAkustik)
und über Crosscut Records (www.crosscut.de).



Hier entlang zur Website von..
..Omar & the Howlers... www.omarandthehowlers.com

 

28.04.2006 - sk -

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